Ganafoul

Gegründet 1974 in einem Lagerhaus in Givors, einer Arbeiterstadt südlich von Lyon, entstand Ganafoul in einem Umfeld, das von Stahlwerken und Fabriken geprägt war. Anfangs fünfköpfig, konzentrierte sich die Gruppe rasch auf ein Trio um Jack Bon (Gitarre und Gesang), Jean‑Yves Astier (Bass und Gesang) und Yves Rothacher (Schlagzeug), der Ende 1977 durch Bernard Antoine ersetzt wurde. Verwurzelt in energischem Bluesrock mit Einflüssen aus Hard Rock und Boogie entwickelte Ganafoul einen rauen, direkten Klang, den die Band als „sider‑rock“ bezeichnete und damit auf den industriellen Hintergrund Givors’ anspielte. Zwischen 1977 und 1981 erschienen mehrere Studioalben, darunter „Saturday Night“ (1977), „Full Speed Ahead“ (1978), „Side 3“ (1979) und „T’as bien failli crever“ (1981), die die Entwicklung einer gitarrenorientierten Rockmusik mit einfachen Riffs, schnellen Tempi und einer Mischung aus englischen und französischen Texten nachzeichnen. Anfang der 1980er Jahre schwächte das Aufkommen synthorientierter Klänge in Frankreich diese Ästhetik, und Ganafoul stellte 1982 seine Aktivitäten ein. Einige Jahre später und bei späteren Wiedervereinigungen tauchte der Name Ganafoul wieder um Jack Bon auf, unter anderem mit Edouard Gonzalez an der Gitarre, Luc Blackstone am Bass und der Rückkehr von Yves Rothacher am Schlagzeug, die das Rock‑ und Blueserbe der Gruppe live fortsetzten. In den 2020er Jahren kündigte Ganafoul ein neues Album mit dem Titel „Dangerous Times“ an, das eine neue Etappe in der Geschichte der Band aus Lyon markiert.

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März 20