Marie Klock
Zunächst als Keyboarderin zwischen 2014 und 2020 in mehreren Gruppen, die mit lokalen und DIY-französischsprachigen Szenen verbunden sind, entwickelte Marie Klock anschließend ein Soloprojekt, das sich auf das Schreiben eigener Lieder konzentriert. Ihr Kosmos liegt an der Schnittstelle von schiefer Popmusik, minimalistischer Chansonkunst und einer experimentellen Ästhetik, die auf bewussten Verschiebungen basiert: Marie Klock singt, spricht und schreit manchmal über Kompositionen, die sich von den erwarteten Popformaten entfernen und mit faux-raccords spielen. Ihre Texte vereinen intime Themen wie Einsamkeit mit konkreteren oder absurderen Motiven — etwa Insekten oder Kahlköpfigkeit — in einer Sprache, in der trockener Humor schnell in eine gewisse Rauheit umschlagen kann. Auf der Bühne stützt sie sich auf die Klänge elektromechanischer Pianos der 1970er Jahre, deren Wärme und Nähe einen deutlichen Kontrast zur Direktheit mancher Stücke erzeugen. Der Übergang von Bandarbeit zum Solo zeichnet eine Entwicklung nach, die auf Mittelsparsamkeit, Mündlichkeit und einem ausgeprägten Geschmack fürs Unkonventionelle gründet.
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