The Zen Circus

Seit Mitte der 1990er Jahre aktiv, ist The Zen Circus Teil der italienischen Independent-Szene, ausgehend von Pisa in der Toskana um Andrea Appino, dem sich Massimiliano „Ufo“ Schiavelli und Karim Qqru anschlossen, um ein Trio zu bilden, das Alternative Rock und Folk-Punk ausbalanciert. Die frühen Aufnahmen von The Zen Circus, wie About Thieves, Farmers, Tramps and Policemen (1998) und Visited by the Ghost of Blind Willie Lemon Jefferson (2001), sind auf Englisch gesungen und stützen sich auf eine rohe, vom Punk geerbte Energie, bevor mit Vita e opinioni di Nello Scarpellini, gentiluomo (2005) allmählich auf Italienisch umgestellt wurde. Die Zusammenarbeit mit Brian Ritchie von den Violent Femmes auf Villa Inferno (2008) markiert einen Schritt hin zu einem stärker vom Folk und der Songwriter-Tradition geprägten Klang. Mit Andate tutti affanculo (2009), Nati per subire (2011) und Canzoni contro la natura (2014) festigte die Band ein Songwriting, das Alltagsgeschichten, provinziellen Figuren und gesellschaftliche Kommentare in den Vordergrund stellt, getragen von direkten, oft akustischen Arrangements, die fest im Rock verankert sind. Die Alben Il fuoco in una stanza (2018) und L’ultima casa accogliente (2020) setzen diese Entwicklung fort und fügen melodischere Nuancen hinzu, ohne die charakteristische rhythmische Dringlichkeit aufzugeben. Auf der Bühne entwickelte sich das Trio durch regelmäßige Touren zwischen Clubs, sozialen Zentren und Festivals in Italien und Europa weiter, bis hin zur Teilnahme am Festival di Sanremo 2019 mit dem Stück L’amore è una dittatura, das The Zen Circus einem größeren Publikum vorstellte, ohne die direkte, raue Ästhetik der Anfangszeit zu verlieren.

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Apr. 22
Apr. 20