Wolfgang Flür

Geboren 1947 in Frankfurt am Main, spielte Wolfgang Flür zunächst in mehreren Gruppen der westdeutschen Szene der 1960er Jahre, bevor er 1973 in Düsseldorf dem Quartett Kraftwerk beitrat. Zunächst wirkte er als Studiopercussionist, später als elektronischer Percussionist bis 1987. Flürs Werdegang ist eng mit jener Phase verbunden, in der die Band eine strenge, repetitive und melodische elektronische Musik entwickelte – zwischen Krautrock, synthetischer Popmusik und einer maschinellen Ästhetik. Er war unter anderem an Autobahn (1974), Radio-Activity (1975), Trans-Europe Express (1977), The Man-Machine (1978), Computer World (1981) und Electric Café (1986) beteiligt und trug zugleich zur Fertigung von Bühnen- und Studioequipment bei Kling Klang bei. Nach seinem Austritt verfolgte Wolfgang Flür ein persönlicheres Schaffen unter dem Namen Yamo mit Time Pie (1996), entstanden zusammen mit Mouse on Mars, und setzte seine Solokarriere mit einer Mischung aus Electropop, Spoken Word und retrofuturistischen Klangtexturen fort, dokumentiert etwa durch Eloquence: Complete Works (2015).

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