Kiya Tabassian
Geboren 1976 in Teheran und seit der Jugend in Montréal ansässig, entwickelt Kiya Tabassian eine Laufbahn an der Kreuzung persischer Musik, alter Repertoiren und interkultureller Dialoge. Als Setar-Spieler, Sänger und Komponist gründete er 1998 das Ensemble Constantinople, dessen künstlerische Leitung er innehat, mit einer Arbeit, die sich auf das Zusammentreffen persischer Gelehrten-Tradition, Musik des Mittelmeerraums, Barock und zeitgenössische Kreationen konzentriert. Ausgebildet vor allem bei Reza Ghassemi, Kayhan Kalhor und Gilles Tremblay, entwickelt Kiya Tabassian einen nüchternen und beweglichen Stil, der auf den Austausch zwischen Orality, Komposition und Improvisation achtet. Seine Karriere hat ihn dazu geführt, mit Ensembles und Institutionen wie dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Nouvel Ensemble Moderne oder Holland Baroque zusammenzuarbeiten, sowie mit Künstlern aus benachbarten Ästhetiken, darunter Ablaye Cissoko, Marco Beasley, Françoise Atlan und Ghalia Benali. Zu seiner Diskografie gehören La porta d’oriente mit Marco Beasley (2015), In the Footsteps of Rumi mit Ghalia Benali (2016), Nordic Lights in Persian Sky mit Benedicte Maurseth (2020), Estuaire mit Ablaye Cissoko (2022) und Dialogos mit Holland Baroque (2024). Kiya Tabassian hat auch für Dokumentarfilme komponiert, sich an institutionellen Projekten in Montréal beteiligt und das Centre des musiciens du monde mitgegründet, wodurch eine Herangehensweise fortgeführt wird, bei der Vermittlung und Austausch eine zentrale Rolle spielen.
Kommende Veranstaltungen 1
Kayhan Kalhor, Kiya Tabassian
- Sa., Oktober 31
- Théâtre des Bouffes du Nord, Paris, Frankreich
- Kiya Tabassian, Kayhan Kalhor