Boris Dlugosch
In Hamburg ansässig, entwickelt Boris Dlugosch seit Anfang der 1990er Jahre eine Karriere, die sich der Housemusik widmet, zwischen DJ-Sets, Produktion und Remixen. Nachdem er im Front-Club im Hammerbrook-Viertel war, hat er sich in einer deutschen Szene etabliert, die damals stärker von Trance und Happy Hardcore geprägt war, während er selbst zunächst zwischen diesen Ästhetiken navigierte, bevor er seine Arbeit in eine tiefergehende, funky und vokale House-Szene verankerte. Boris Dlugosch hat zahlreiche Nebenprojekte und Kollaborationen realisiert, insbesondere mit Mousse T. und Michi Lange, unter Namen wie Booom!, BMR, Altered States oder Peppermint Jam Allstars, im Zusammenhang mit dem Peppermint Jam-Universum. In den 1990er Jahren zirkulierten Tracks wie “Keep Pushin’” (1996) und “Hold Your Head Up High” (1997) mit der Sängerin Inaya Day weit in den Clubs. Sein Name erlangte eine internationalere Dimension mit seinem Remix von Moloko’s “Sing It Back” im Jahr 1999, gefolgt von “Never Enough” im Jahr 2001, aufgenommen mit Róisín Murphy, den er später auf “Look Around You” (2013) erneut aufgriff. Boris Dlugosch hat auch zahlreiche Remixes für Künstler aus Pop, Disco und Elektronik unterschrieben, während er eine regelmäßige Aktivität in den House- und Club-Szenen Europas fortsetzt, mit einem Klang, der sich auf Groove, Gesangslinien und eine direkte Produktion konzentriert, geerbt gleichermaßen von klassischer House wie von der Dance-Musik der 1990er.