Martin Barre
Der britische Gitarrist Martin Barre, 1946 in Birmingham geboren, machte Ende der 1960er Jahre auf der englischen Rockszene von sich reden, bevor er 1968 zu Jethro Tull stieß — eine Position, die er bis Anfang der 2010er Jahre innehatte. Mit Jethro Tull trug Barre zur Ausbildung eines Sounds bei, der Progressive Rock, Hardrock, Folkrock und Blues-Einflüsse verbindet, insbesondere auf den prägenden Alben der Band in den 1970er- und 1980er-Jahren, wobei sein Spiel zwischen elektrischen Riffs, akustischen Passagen und stark strukturierten Melodielinien wechselt. Parallel zu Tourneen und Aufnahmen mit Ian Andersons Formation entwickelte er ein persönlicheres Schaffen, das sich ab den 1990er-Jahren in einer Solodiskographie niederschlägt — darunter „A Trick of Memory“ (1994), „Stage Left“ (2003), „Away with Words“ (2013), „Back to Steel“ (2015) und „Roads Less Travelled“ (2018) — in denen Barre Rock, Blues und jazzige Anklänge vereint. Als Kopf seiner eigenen Band, dem Martin Barre Band, tourt er seit den 2010er-Jahren ausgiebig durch Europa und Nordamerika und kombiniert Neuinterpretationen des Jethro-Tull-Repertoires mit eigenen Kompositionen in einer klassisch-rockigen Ästhetik, getragen von E-Gitarre und oft bluesrocknahen Arrangements.
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| Apr. 20 |
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