Gare Du Nord

Geboren am Schnittpunkt der niederländischen und belgischen Szenen trat Gare Du Nord Anfang der 2000er Jahre als Nu-Jazz- und Lounge-Projekt der Musiker Barend Fransen und Ferdi Lancee hervor. Bereits mit dem ersten Album In Search of Excellounge (2001) legte Gare Du Nord die Grundlagen einer Ästhetik, die langsame Grooves, Soul- und Blues-Einflüsse, Jazzharmonien und cineastische Atmosphären verbindet, oft wie fiktive Filmmusiken strukturiert. Danach veröffentlichte die Gruppe mehrere Studioalben, darunter Sex ’n’ Jazz (2007) und Love for Lunch (2009), die diese Mischung aus urbanem Jazz, dezentem Funk und zurückhaltender Popmusik vertieften, wobei weiblichen Stimmen zunehmend mehr Raum gegeben wurde. Im Lauf der Jahre entwickelte sich Gare Du Nord von einem Studio-Duo zu einer auf der Bühne flexiblen Formation, aktiv in Clubs und Theatern in den Niederlanden, in Belgien und europaweit, mit Dorona Alberti als wiederkehrender vokaler Persönlichkeit. Die Kompositionen von Gare Du Nord finden auch in audiovisuellen Kontexten Verwendung; einige Stücke wurden in Filmen, Serien und Werbeprojekten als Soundtracks eingesetzt, was das Bild einer Band stärkt, die an der Schnittstelle von Jazz, sanfter elektronischer Musik und klanglicher Illustration arbeitet.

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