Bobby Rush

Geboren als Emmett Ellis Jr. in Homer, Louisiana, aufgewachsen in Pine Bluff, Arkansas, wurde Bobby Rush früh durch den ruralen Blues geprägt, bevor er Anfang der 1950er Jahre nach Chicago ging und in die elektrische Szene der Stadt eintrat. Als Sänger, Mundharmonika- und Gitarrenspieler entwickelte Rush einen Stil an der Schnittstelle von Blues, Soul-Blues, Rhythm and Blues und Funk, gekennzeichnet durch ein ausgeprägtes Gespür für Groove, gesprochene Dialoge und Lieder, die in der Tradition der Juke Joints verwurzelt sind. Nachdem er mit Musikern wie Elmore James, Pinetop Perkins, Little Walter, Muddy Waters und Jimmy Reed zusammengearbeitet hatte, erregte er 1971 mit der Single „Chicken Heads“ größere Aufmerksamkeit. Seine Diskographie schlug seither verschiedene Wege ein, vom souligeren Klang von Rush Hour (1979), produziert von Leon Huff, über die zurück zu den Wurzeln führende Folkfunk (2004) mit Alvin Youngblood Hart bis hin zu Alben wie Down in Louisiana (2013), Porcupine Meat (2016), Sitting on Top of the Blues (2019), Rawer than Raw (2020) und All My Love for You (2023). Langjährig im Mississippi ansässig, ist Bobby Rush sowohl mit den Blues-Szenen des Südens als auch mit den Clubs von Chicago verbunden und hat eine Karriere aufgebaut, die Tradition, sinnliche Soul-Elemente und Bühnenenergie verbindet.

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