Ladilla Rusa

Das Pop-Projekt Ladilla Rusa, entstanden in den Vororten von Barcelona, vereint die Journalist*innen Tania Lozano und Víctor F. Clares zu einem Duo, das die spanische Populärkultur durch eine Mischung aus Electropop, Techno-Rumba und Urban Pop umdeutet. Gegründet 2017, machte sich Ladilla Rusa zunächst online mit Titeln wie „Macaulay Culkin“ einen Namen, in denen unverblümter Humor und Fernsehreferenzen auf eine erkennbare Vorliebe für Costumbrismo – die Darstellung alltäglicher Sitten – und Vorstadtgeschichten treffen. Die Texte, überwiegend auf Spanisch mit einzelnen Einsprengseln auf Katalanisch, schöpfen aus Umgangssprache, nächtlichen Ausflügen und den sozialen Codes der Arbeiterklassen, während sie mit queeren Imaginationen spielen. Auf der Bühne behält das Projekt eine performative, theatralische Dimension bei, zwischen einfachen Choreografien und direkter Publikumsbeteiligung. Anschließend strukturierte Ladilla Rusa seine Laufbahn um zwei Alben, „Estado del malestar“ (2019) und „Costumbrismo mágico“ (2021), die diese hybride Ästhetik festigen, in der festliche Rhythmen, eingängige Refrains und Alltags-Satire als roter Faden durch die Diskografie des Duos laufen.

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März 21