Enno Poppe
Enno Poppe, geboren 1969 in Hemer, Nordrhein-Westfalen, hat in Berlin eine Laufbahn als Komponist und Dirigent aufgebaut, die eng mit der deutschen und europäischen zeitgenössischen Musikszene verbunden ist. Er studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule der Künste Berlin und absolvierte anschließend Studien in Klangsynthese und algorithmischer Komposition am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Poppes Musik arbeitet mit Mikrovariationen, Klangmassen, Timbreverschiebungen und Transformationsprozessen und bewegt sich sprachlich zwischen orchestraler Schreibweise, Kammermusik und szenischen Formen. Seit 1998 leitet er das Ensemble mosaik, einen festen Akteur der zeitgenössischen Musik in Berlin, und er war zudem als Lehrender an der Hochschule für Musik Hanns Eisler tätig. Sein Werkverzeichnis umfasst die Opern Interzone (2003–2004), Arbeit Nahrung Wohnung (2006–2007), die 2008 bei der Münchner Biennale uraufgeführt wurde, und IQ (2011–2012), ebenso wie Orchester- und Ensemblewerke wie Holz (1999–2000), Öl (2001–2004), Speicher (2008–2013), Prozession (2015–2020), Rundfunk (2015–2018) und Augen (2020–2022). Poppe hat außerdem mit Formationen und Institutionen wie dem Ensemble InterContemporain, Ensemble Modern, Klangforum Wien und den Donaueschinger Musiktagen zusammengearbeitet.