Bill Withers

Geboren in Slab Fork, West Virginia, und aufgewachsen in Beckley, entwickelte Bill Withers eine direkte Soul- und R&B-Schreibweise, geprägt von Gospel, Folk und einem oft reduzierten Groove. Nach neun Jahren in der US-Marine zog er Ende der 1960er Jahre nach Los Angeles und begann zu aufnehmen, während er noch in der Luftfahrtindustrie arbeitete. Sein Debütalbum Just as I Am (1971), produziert von Booker T. Jones, zeigte sofort Withers’ Eigenständigkeit mit schlichten, sehr persönlichen Songs wie Ain’t No Sunshine und Grandma’s Hands. Es folgten Still Bill (1972) mit Lean on Me und Use Me sowie das Livealbum Live at Carnegie Hall (1973), das in seinem Bühnenwerk oft erwähnt wird. Die weitere Diskographie von +’Justments (1974) bis Menagerie (1977), das Lovely Day enthält, weist eine Öffnung zu funkigeren und poppigeren Texturen auf, ohne seine warme Stimme und knappe Songtexte aufzugeben. Nach dem Wechsel von Sussex zu Columbia veröffentlichte er noch ’Bout Love (1978) und Watching You, Watching Me (1985). Seine Laufbahn umfasst außerdem bedeutende Kollaborationen, namentlich Just the Two of Us mit Grover Washington Jr. (1981). Danach zog sich Bill Withers weitgehend von Aufnahmen und Bühne zurück und hinterließ ein kompaktes Werk, das sich auf wenige Alben und ein oft aufgenommenes Repertoire konzentriert.

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Juni 4