Big Big Train

Anfang der 1990er Jahre in Bournemouth im Süden Englands gegründet, ist Big Big Train Teil der britischen Progressive-Rock-Tradition. Die Band verbindet ausgedehnte Kompositionen, ausgefeilte Gesangsmelodien und Erzählungen, die von Sozialgeschichte sowie industriellen und ländlichen Landschaften inspiriert sind. Gegründet wurde die Gruppe vom Komponisten und Bassisten Gregory Spawton zusammen mit Andy Poole; das Debütalbum „Goodbye to the Age of Steam“ erschien 1994. Mit „English Boy Wonders“ (1997) und „Bard“ (2002) verfeinerte die Band nach und nach ihre Sprache, bevor sie mit „The Difference Machine“ (2007) eine deutlichere Richtung einschlug. Der Einstieg des Sängers David Longdon sowie von Musikern wie Nick D’Virgilio und Dave Gregory führte zu „The Underfall Yard“ (2009) und dem Diptychon „English Electric“ (2012–2013), die Big Big Train in einen symphonischen Kontext rückten, reich an Blech- und Streicherarrangements und stellenweise nah an Folkrock und Classic Rock. Lange vor allem ein Studioprojekt, verlegte sich die Band ab Mitte der 2010er stärker auf die Bühne, spielte Konzerte in England und auf zahlreichen Progressive-Rock-Festivals in Europa und Nordamerika und setzte zugleich die Veröffentlichungstätigkeit fort mit „Folklore“ (2016), „Grand Tour“ (2019), „Common Ground“ (2021), „Welcome to the Planet“ (2022) und „The Likes of Us“ (2024). Nach David Longdons Tod 2021 setzte Big Big Train um Gregory Spawton die Arbeit fort, integrierte den italienischen Sänger Alberto Bravin und agiert heute als flexibel besetztes Ensemble mit britischen und internationalen Musikern; der Sound bleibt erzählerisch fokussiert, geprägt von Keyboard-Texturen, melodischen Gitarren und einem progressiven, songorientierten Ansatz.

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