Damien Jurado
Geboren 1972 und fest verankert in der jüngeren Geschichte der Seattle-Szene, entwickelt Damien Jurado seit Mitte der 1990er Jahre ein Werk zwischen Indie-Folk, Indie-Rock und lo-fi-Songwriting. Zunächst veröffentlichte er Kassetten auf seinem eigenen Label Casa Recordings, bis Sub Pop auf ihn aufmerksam wurde und 1997 Waters Ave S. sowie 1999 Rehearsals for Departure herausbrachte. Jurados Songwriting setzt auf nüchterne Erzählungen, akustische Melodien und eine dezente Spannung, manchmal düsterer, manchmal elektrischer, etwa auf I Break Chairs (2002) oder Caught in the Trees (2008). Nach Stationen bei Secretly Canadian erweiterte er seinen Ansatz mit Saint Bartlett (2010) und besonders durch die Zusammenarbeit mit Richard Swift auf einer Reihe von Alben von Maraqopa (2012) bis Brothers and Sisters of the Eternal Son (2014) und Visions of Us on the Land (2016), in denen sein erzählerischer Folk sich in psychedelischere, traumverhangene Formen öffnet. Er nahm auch mit seinem Bruder Drake unter dem Namen Hoquiam auf, bevor er ein konstantes Solo-Veröffentlichungstempo beibehielt mit The Horizon Just Laughed (2018), In the Shape of a Storm (2019), What’s New, Tomboy? (2020) und auf seinem eigenen Label Maraqopa Records mit The Monster Who Hated Pennsylvania (2021), Reggae Film Star (2022) und Sometimes You Hurt the Ones You Hate (2023).
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