Ben Watt
Geboren in Marylebone, London, und aufgewachsen in Barnes, entwickelte Ben Watt Anfang der 1980er Jahre eine zurückhaltende Schreibweise, die sich zwischen Folk, akustischer Popmusik und jazzigen Anklängen bewegt. Er begann als Solokünstler beim Label Cherry Red mit der Single „Cant“ (1981), gefolgt von der EP Summer into Winter (1982), die mit Robert Wyatt aufgenommen wurde, bevor er 1983 North Marine Drive veröffentlichte. Kurz darauf setzte Watt diese Richtung vorübergehend aus, um mit Tracey Thorn das Duo Everything But The Girl zu gründen; der Werdegang der Band begleitete eine allmähliche Verschiebung von raffinierter, leiser Popmusik hin zu elektronischeren Formen, wobei in den 1990er Jahren House und Electronica Einzug hielten. Nach dem Rückzug der Band im Jahr 2000 verankerte sich Ben Watt in der Londoner Clubszene als DJ, Produzent und Labelchef, zunächst mit den Lazy Dog-Partys und später mit Buzzin’ Fly, das 2003 gestartet wurde, während seine eigenen Produktionen in Richtung eleganter, minimalistischer Deep House tendierten. Seine Rückkehr zum Songformat gestaltete sich mit Hendra (2014), anschließend Fever Dream (2016) und Storm Damage (2020) — Alben, auf denen Watt zu einem stärker gitarrenorientierten, angespannten und introspektiven Stil zurückkehrte und unter anderem mit Bernard Butler zusammenarbeitete. 2023 vereinigte er sich zudem mit Tracey Thorn für Fuse, das erste Studioalbum von Everything But The Girl seit 1999.
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