Béla Fleck

Béla Fleck wurde 1958 in New York geboren und etablierte sich bereits Ende der 1970er-Jahre als Banjo-Spieler, indem er die Ränder des traditionellen Bluegrass auslotete. Nach seinem ersten Soloalbum Crossing the Tracks (1979) wirkte er in der progressiven Szene Bostons mit und schloss sich Anfang der 1980er Jahre der New‑Grass‑Band New Grass Revival an; in dieser Zeit entwickelte er eine Spielweise, die Bluegrass, Country und Jazz‑Einflüsse verbindet. In Nashville ansässig, gründete er 1988 Béla Fleck and the Flecktones, eine Formation, in der das Banjo auf Jazzfusion, Funk und improvisierte Musik trifft, dokumentiert unter anderem auf Flight of the Cosmic Hippo (1991). Parallel dazu leistete er bedeutende Arbeit als Solist und in kleineren Besetzungen: von Drive (1988), das sich auf Bluegrass konzentriert, über Perpetual Motion (2001), das Transkriptionen klassischer Werke widmet, bis zu Throw Down Your Heart (2009), das sich afrikanischen Traditionen zuwendet. Fortlaufende Zusammenarbeiten mit Edgar Meyer, Zakir Hussain sowie der Banjo‑Spielerin und Sängerin Abigail Washburn — mit der er 2014 ein Duoalbum veröffentlichte — führten ihn auf Bühnen von Jazz‑, Klassik‑ und Folkfestivals. Mit Juno Concerto (2017) und Bluegrass Heart (2021) setzt Béla Fleck diese Wechselwirkung zwischen Orchestern, akustischen Ensembles und verstärkten Gruppen fort und macht das Banjo in unterschiedlichsten stilistischen Kontexten präsent.

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Apr. 25