Arnaud Dolmen

Geboren 1985 in Bar-le-Duc und ab der Kindheit in Guadeloupe aufgewachsen, hat Arnaud Dolmen einen Weg eingeschlagen, auf dem Jazz mit karibischen Rhythmen in Dialog tritt — insbesondere dem Gwoka, das er am Tambour ka erlernte, bevor er eine breitere Ausbildung in Perkussion und später am Schlagzeug absolvierte. Anfang der 2000er Jahre war er in Toulouse, wo er an der École Dante Agostini studierte; anschließend begann er seine professionelle Laufbahn u. a. mit Musikern wie Franck Nicolas, Alain Jean-Marie und Michel Alibo, ehe er 2010 nach Paris zog. Dort bewegt er sich zwischen unterschiedlichen Szenen — vom Jazz über antillische Musik bis zum Zouk — und begleitete unter anderem Mario Canonge, Naïssam Jalal, David Linx und Jacques Schwarz-Bart. Sein Spiel vereint große rhythmische Beweglichkeit mit einem ausgeprägten Gespür für Klangfarben, und sein kompositorischer Ansatz bringt kreolische Pulsationen, Jazzimprovisation und zeitgenössische Formen zusammen. Nach verschiedenen Projekten in Trio-, Quintett- und Quartettbesetzung veröffentlichte er unter eigenem Namen Tonbé Lévé (2017) und Adjusting (2022). Zudem entwickelt er das LeNo Duo mit dem Pianisten Leonardo Montana, dokumentiert auf einem Album 2024, und war 2025 an The Getdown mit Laurent Coulondre und Grégory Privat beteiligt. Arnaud Dolmen erhielt 2022 eine Victoire du Jazz und 2025 eine weitere Auszeichnung in diesem Rahmen.

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