Thumpasaurus
In der Musikszene von Los Angeles nimmt Thumpasaurus eine Sonderstellung ein, wo Funk, Punk und experimenteller Pop aufeinandertreffen zu einer Ästhetik, die zugleich tanzbar und bewusst absurd ist. Mitte der 2010er Jahre um Musikerinnen und Musiker unter anderem der University of Southern California entstanden, machte die Band zunächst in den Clubs und unabhängigen Spielstätten der Stadt auf sich aufmerksam, bevor sie ihre Aktivitäten schrittweise auf weitere Bühnen in den USA und Europa ausdehnte. Das Projekt funktioniert als enges Kernkollektiv, an das sich Kollaborierende andocken können, was eine kollektive Schreibweise fördert, geprägt von Humor, skandierten Chören und präsenten Basslinien. Musikalisch kreuzt Thumpasaurus Funk-Erbe, Punk-Energie, Disco-Farben, Anspielungen auf New Wave und Jazz-Nuancen, mit einer ausgeprägten Vorliebe für repetitive Refrains und abrupte Tempobrüche. Das 2018 erschienene Album The Book of Thump bündelt diese Mischung im Studio und bleibt gleichzeitig nah am Geist der Live-Auftritte, bei denen Thumpasaurus auf Performativität setzt: schlichtes Bühnenbild, bewusst unsaubere Choreografien und direkte, frontale Interaktion mit dem Publikum. Mit seinen Singles und EPs erforscht Thumpasaurus dieses hybride Feld weiter, oszillierend zwischen minimalistischer Popsongkunst, schroffem Funk und Party-Musik-Pastiche – stets mit klarer DIY-Verankerung in der alternativen Szene von Los Angeles.
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| Jan. 23 |
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