African Head Charge
Ursprünglich Anfang der 1980er Jahre im Umfeld des britischen Labels On-U Sound entstanden, baut African Head Charge auf dem jamaikanischen Perkussionisten Bonjo Iyabinghi Noah und dem Londoner Produzenten Adrian Sherwood auf. African Head Charge entwickelt einen psychedelischen Dub, in dem Reggae-Bässe, Nyabinghi-Perkussion, Studio-Echos und Texturen, die an Post-Punk oder experimentelle Musik erinnern, sich in oft sehr atmosphärischen Stücken vermischen. Das Projekt funktioniert als Ensemble mit wechselnder Besetzung, mit Musikern wie Skip McDonald oder Jah Wobble im Laufe der Zeit, wobei Bonjo Noah als zentraler Ankerpunkt erhalten bleibt. Die frühen Alben My Life in a Hole in the Ground (1981), Environmental Studies (1982) und Drastic Season (1983) legten diese hybride Ästhetik schnell fest, die auf Off the Beaten Track (1986) und Songs of Praise (1990) fortgesetzt wurde. Nach In Pursuit of Shashamane Land (1993) wechselte African Head Charge weiter zwischen Studioarbeiten und Liveaufnahmen und kehrte mit Vision of a Psychedelic Africa (2005), Voodoo of the Godsent (2011), Return of the Crocodile (2016) und Churchical Chant of the Iyabinghi (2020) zu On-U Sound zurück. African Head Charge bleibt damit einer Dubszene verbunden, die offen ist für Verknüpfungen zwischen jamaikanischem Erbe, britischer Experimentierfreude und perkussiver Pulsation.
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