Amaro Freitas
Mit Sitz in Recife im Nordosten Brasiliens entwickelt Amaro Freitas ein Werk als Pianist und Komponist, das zeitgenössischen Jazz mit den populären Rhythmen seiner Region verbindet. Zunächst in evangelischen Kirchen ausgebildet und später am Conservatório Pernambucano de Música, hat er eine musikalische Sprache entwickelt, die sich auf Solo-Klavier oder Trio-Formate konzentriert, in denen Frevo, Maracatu, Baião und afro-brasilianische Musik mit einer harmonischen Herangehensweise des modernen Jazz verschmelzen. Sein Debütalbum Sangue Negro (2016) legte die Grundlage für diese stark rhythmische Ästhetik, die er mit Rasif (2018) und Sankofa (2021) fortsetzte; beide erschienen beim Londoner Label Far Out Recordings und wurden mit einem Kern von Musikern aus der Recife-Szene eingespielt. Auf Sankofa lud Amaro Freitas unter anderem den Saxophonisten Shabaka Hutchings ein, was die Öffnung seines Schaffens gegenüber Dialogen mit der internationalen Jazzszene unterstreicht. Auf zahlreichen Festivals in Südamerika und Europa präsent, führt er seine Arbeit weiter mit einem Fokus auf das Gedächtnis der schwarzen Bevölkerung Brasiliens, auf Improvisation und die Erforschung komplexer Metriken im Klavier-Bass-Schlagzeug-Format.
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| Apr. 14 |
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