Olivier Temime

Geboren in Aix-en-Provence im Jahr 1974 hat Olivier Temime sich größtenteils autodidaktisch ausgebildet, bevor er 1996 die Goldmedaille der Jazzklasse von Marseille erhielt. Tenorsaxophonist, der auch Sopran bedient, entwickelt Temime eine Sprache, die zwischen Hard Bop, Soul Jazz, Free Jazz und Grooves liegt, genährt von Rhythm and Blues, geprägt durch einen dichten, beweglichen Spielstil und einen starken Fokus auf Improvisation. Bereits in den 1990er Jahren aufgefallen, insbesondere beim Jazz Futur 90-Wettbewerb und beim Tremplin de La Défense 1997, tritt er anschließend in die Kreise von Festivals und Jazzclubs in Frankreich und Europa ein. Sein Werdegang wechselt zwischen Projekten unter eigenem Namen und kollektiver Arbeit, insbesondere mit The Volunteered Slaves, einer Formation, in der Gruppenenergie, Funk-Puls und offene Schreibweisen einander kreuzen. In seiner Diskografie finden sich Le Douze (1998), Saï Saï Saï (2003), Streetwise (2005), Breakfast in Babylon (2009), The Intruder (2010), Ripcord (2017), SpaceShipOne (2021) und Inner Songs (2023). Im Laufe der Jahre hat Temime auch mit Musikern wie Emmanuel Bex, Billy Hart, Paco Séry, Cyril Atef oder Stéphane Belmondo gespielt, in einer Ästhetik, die Jazztradition, Freiheit des Phrasierens und zeitgenössische rhythmische Forschungen verbindet.

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Sept. 10
Mai 19, 2025