Holly Johnson
Geboren 1960 in Liverpool, begann Holly Johnson Ende der 1970er Jahre zunächst in der lokalen Punk- und New-Wave-Szene als Bassist von Big in Japan, bevor er 1979 mit „Yankee Rose“ und 1980 mit „Hobo Joe“ seine ersten Solo-Singles veröffentlichte. Holly Johnson übernahm später eine zentrale Rolle bei Frankie Goes to Hollywood, wo er Sänger und einer der Hauptautoren war, als die Band Mitte der 1980er Jahre eine knallige, aufwendig produzierte Popmusik mit Dance-, Synth-Pop-Einflüssen und provokativer Bildsprache durchsetzte. Nach der faktischen Trennung der Band begann Johnson eine Solokarriere mit Blast (1989), gefolgt von Dreams That Money Can’t Buy (1991), Soulstream (1999) und Europa (2014), in denen er eine persönlichere Handschrift zwischen elektronischer Popmusik, melodiösen Refrains und Dance-Pop-Formaten entwickelte. Seine Tätigkeit beschränkt sich nicht auf die Musik: 1994 veröffentlichte er seine Autobiographie A Bone in My Flute, arbeitete im selben Jahr mit Ryuichi Sakamoto an „Love & Hate“ und ist parallel als Maler und bildender Künstler tätig, unter anderem mit Ausstellungen in Liverpool. 2023 stand Holly Johnson punktuell wieder mit Frankie Goes to Hollywood auf der Bühne in Liverpool für ein außergewöhnliches Wiedersehen.
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