Bellowhead

Bellowhead entstand in England um Jon Boden und John Spiers und formierte sich 2004 als großes Folkensemble mit zunächst zehn, später elf Musikern, gedacht, um das traditionelle englische Repertoire in großem Stil neu zu arrangieren. Die Band verbindet Volkslieder, Tanzmelodien und Seemannslieder mit einer üppigen Instrumentierung, in der Blechbläser, Streicher, Holzbläser und Perkussion eine Klangfarbe schaffen, die englischen Folk, Folk‑Rock, Folk‑Jazz und Progressive Folk vereint. Nach einer ersten EP 2004 veröffentlichte Bellowhead 2006 Burlesque und 2008 Matachin; zeitgleich trat die Gruppe im Southbank Centre und bei den Proms auf – Anzeichen für eine etablierte Stellung auf den britischen Folk‑Bühnen. Hedonism (2010), Broadside (2012) und Revival (2014) setzten diesen Ansatz fort, der auf sorgfältig ausgearbeiteten kollektiven Arrangements und einer ausgeprägten Vorliebe für die Energie der Tanzmusik beruht. 2016 beendete Bellowhead seine Aktivitäten nach einem Abschiedskonzert in Oxford, trat aber ab 2020 punktuell für Wiedervereinigungen und Jubiläumstourneen wieder zusammen. Die jüngere Geschichte der Band ist außerdem vom Tod des Musikers Paul Sartin im Jahr 2022 geprägt, kurz vor einer neuen Konzertreihe.

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