Baba Zula

In Istanbul verwurzelt und in der Mitte der 1990er-Jahre entstanden, entwickelt Baba Zula eine Form anatolischer Psychedelik, die traditionelle türkische Musik, Dub, experimentellen Rock und elektronische Akzente verbindet. Um Murat Ertel und Levent Akman gegründet, nachdem sie im Projekt Zen Erfahrungen gesammelt hatten, funktioniert Baba Zula als offener Kern, der häufig von wechselnden Instrumentalisten und Sängerinnen/Sängern ergänzt wird und so eine ästhetik entstehen lässt, die zwischen Improvisation und strukturierten Kompositionen pendelt. Die erste internationale Wahrnehmung erreichte die Gruppe durch den Soundtrack des Films „Tabutta Rövaşata“ (1996), gefolgt von Studioalben wie „Duble Oryantal“ (2005), „Gecekondu“ (2010), „34 Oto Sanayi“ (2014) und „Derin Derin“ (2019), in denen hypnotische Rhythmen, Motive aus der anatolischen Volksmusik und Anspielungen auf die Psychedelic-Szene der 1970er Jahre zusammentreffen. Auf der Bühne setzt Baba Zula auf ausgedehnte instrumentale Formen und eine performative Dimension, die sie sowohl in unabhängige Rockkreise als auch auf Festivals für Weltmusik und elektronische Kultur einbettet. Kooperationen mit Alexander Hacke und dem Produzenten Mad Professor sowie ihre Präsenz in Fatih Akins Dokumentarfilm „Crossing the Bridge: The Sound of Istanbul“ haben die Verankerung der Gruppe an der Schnittstelle türkischer, europäischer und diasporischer Kulturen gestärkt.

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Okt. 11, 2024
Jan. 25, 2020
Apr. 3, 2018