MDC

Gegründet 1979 in Austin, Texas unter dem Namen The Stains und bald in MDC (Millions of Dead Cops) umbenannt, gehörte die Band zur ersten Welle des amerikanischen Hardcore-Punks. Ihr Sound war direkt, schnell und derb, verwurzelt im Punkrock und getragen von offen politisch geprägten Texten. Anfang der 1980er Jahre in San Francisco ansässig und später von Portland aus aktiv, formte sich MDC um Sänger Dave Dictor, das einzige ständige Mitglied einer häufig wechselnden Besetzung. Bereits mit der Single 'John Wayne Was a Nazi' und dem Album Millions of Dead Cops (1982) verfolgte MDC eine anti-autoritäre, antirassistische und antimilitaristische Linie, vernetzt mit unabhängigen US- und EU-Punkszenen sowie Labels wie Alternative Tentacles und Crass Records. Die Diskografie zeigt Kontinuität trotz stilistischer Entwicklungen — von Smoke Signals (1986) über Hey Cop!!! If I Had a Face Like Yours... (1991), Shades of Brown (1993), Magnus Dominus Corpus (2004), Mein Trumpf (2017), Millions of Dead Cowboys (2020) bis War Is a Racket (2023). Zwischen den Aktivitätsphasen, unter anderem mit einer Pause von 1995 bis 2000, unternahm MDC zahlreiche Tourneen, auch in Europa und Russland, und bewahrte einen Hardcore-Punk-Kern, angereichert mit Satire, Gesellschaftskritik und teils rockigen oder cowpunkigen Einschlägen.

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