Parviz
In London ansässig und verbunden mit einem Weg, der Iran und das Vereinigte Königreich miteinander verbindet, entwickelt Parviz ein Projekt, das Indie-Rock, Psychedelia und Synth-Pop in einer Lo‑Fi-Form mit nostalgischen Konturen mischt. Seine Musik stützt sich auf klare Gitarren, absichtlich verstimmte Keyboards und verträumte Texturen, die gleichermaßen an die DIY-Ästhetik wie an ein persisches Klanggedächtnis erinnern. Parviz setzt dieses Werk in einen expliziten Dialog mit dem iranischen Pop vor der Revolution von 1979, ohne sie rekonstruieren zu wollen, sondern verschiebt sie in eine zeitgenössische Sprache. Der auf Bandcamp verfügbare Track "Tangerine" gibt einen ersten Einblick in dieses schwebende, melodische Schreiben. Sein Debütalbum Parviz, das für 2025 angekündigt ist, vertieft diesen Ansatz und schöpft aus dem Geist der iranischen Szene der 1970er Jahre. Die Single "Azadeh", ein weiblicher Vorname, der mit Unabhängigkeit assoziiert wird, klingt im Echo der Bewegung "Woman, Life, Freedom", mit einer visuellen Signatur von Rana Fadavi. Durch dieses Repertoire verbindet Parviz kulturelle Referenzen, Pop-Sensibilität und psychedelische Klanglandschaften in einem intimen Format, in dem Melodie zentral bleibt.