Josey Wales

Geboren als Joseph Winston Sterling in St. Mary, Jamaika, setzte sich Josey Wales ab Ende der 1970er Jahre in der Sound‑System‑Szene durch, zunächst mit Roots Unlimited, später bei King Sturgav und vor allem Volcano, wo sein Deejay‑Stil Gestalt annahm. Im jamaikanischen Dancehall der 1980er Jahre entwickelte Josey Wales eine geschmeidige Phrasierung, klare Diktion und ein Toasting tief im Reggae verwurzelt, mit Vorliebe für trockene Rhythmen, vokale Wechselspiele und straßennahe Texte. Seine Laufbahn führte ihn zu Produktionen von Henry “Junjo” Lawes und anschließend George Phang für das Label Power House, die seine Sichtbarkeit auf der Dancehall‑Bühne stärkten. Zu seiner Diskografie zählen unter anderem Outlaw (1983), No Way No Better Than Yard (1984), Two Giants Clash mit Yellowman (1984), Undercover Lover (1985), Ha Fi Say So (1986) und Code of Conduct (1991). 1994 nahm Josey Wales außerdem mit Charlie Chaplin das Album Kings of the Dancehall auf und bekräftigte damit die lange Verbindung zwischen Sound‑System‑Szene und Studio. Als prägende Figur der jamaikanischen Deejay‑Kultur wurde Josey Wales 2017 in Jamaika mit dem Order of Distinction ausgezeichnet.

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Mai 15