Los Tigres Del Norte
Gegründet Ende der 1960er Jahre in San José, Kalifornien, von Brüdern aus Rosa Morada im Bundesstaat Sinaloa in Mexiko, gehört Los Tigres Del Norte zur norteña-Musik und weiter gefasst zur mexikanischen Regionalmusik. Die Familienband, getragen von Jorge Hernández und seinen Brüdern, entwickelte ein Repertoire aus erzählenden Corridos, Rancheras, Walzern und Cumbias, geprägt vom Akkordeon, Bass und engen mehrstimmigen Gesangsharmonien. Ab Mitte der 1970er Jahre erregte die Gruppe Aufmerksamkeit mit Liedern, die das Leben an der Grenze, Migration, Arbeit in den USA und die mit dem Schmuggel verbundenen Spannungen schildern, zugleich aber auch sentimentale Themen und Alltagsszenen behandeln. Im Laufe der Jahrzehnte spielten Los Tigres Del Norte zahlreiche Konzerte bei Volksfesten, in Palenques und in großen Sälen in Mexiko und den USA und wechselten Studioaufnahmen mit Livealben ab. Alben wie „Jefe de jefes“ (1997), „MTV Unplugged: Los Tigres del Norte and Friends“ (2011) oder „Realidades“ (2014) markieren diese Entwicklung, begleitet von gelegentlichen Kooperationen mit Musikern aus Rock und Latin-Pop. Ohne seine norteña-Identität aufzugeben, integrierte die Band nach und nach vielfältigere Arrangements und sozial geprägte Texte, die Los Tigres Del Norte an die Schnittstelle zwischen mexikanischer Populärkultur und der mexikanisch‑amerikanischen Migrationserfahrung stellen.
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| Apr. 3 |
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