Antti Paalanen

Geboren 1977 in Alavus, Finnland, entwickelt Antti Paalanen seit den 1990er Jahren ein persönliches Schaffen rund um das diatonische Akkordeon, an der Schnittstelle von finnischer Traditionsmusik, zeitgenössischem Folk und einer deutlich rhythmisch geprägten Schreibweise. Ausgebildet an der Sibelius-Akatemia, wo er 2015 mit einer Doktorarbeit zur Rhythmik des Balgs in der kompositorischen Arbeit promovierte, spielt Paalanen Ein-, Zwei- und Dreireihen-Akkordeons und hat eine Ausdrucksweise entwickelt, die auf Puls, Bordunen, Wiederholung und dem Einsatz der Stimme beruht. Seine Solodiskographie umfasst Äärelä (2007), Breathbox (2010), Meluta (2014) und Rujo (2019) – vier Alben, die die Entwicklung einer spannungsgeladenen, stellenweise reduzierten, an anderen Stellen raueren Musik nachzeichnen, die stets mit den Formen und Texturen des finnischen Repertoires verbunden bleibt. Parallel dazu wirkte er in mehreren Gruppen und Projekten der finnischen Folk-Szene mit, darunter Kiharakolmio, Hehkumo, Hyperborea, Trepaanit, Turkka ja Paalanen und Laitakaupungin orkesteri, und arbeitet zudem als Musiker und Komponist für das Theater. Seine Laufbahn führte ihn auf Bühnen in Finnland, anderen Teilen Europas sowie nach Japan, China, Russland und Nordamerika. 2026 nahm Antti Paalanen außerdem mit dem Stück "Takatukka" am Uuden Musiikin Kilpailu teil.

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