Claude François
Geboren 1939 in Ismailia, Ägypten, wuchs Claude François in einer französischen Familie auf, bevor er sich Ende der 1950er Jahre vor dem Hintergrund der Spannungen um den Sueskanal dauerhaft in Frankreich niederließ. Zunächst an der Côte d’Azur, später in Paris, setzte er sich Anfang der 1960er Jahre auf der Yé‑yé‑ und französischen Varieté‑Szene durch, mit Adaptionen angloamerikanischer Titel und einem auf rhythmische Populärmusik ausgerichteten Repertoire. Erste Erfolge stellten sich ab 1962 mit 45‑rpm‑Singles ein, die ihm Auftritte in Unterhaltungssendungen und auf großen frankophonen Bühnen einbrachten; seine Konzerte zeichneten sich rasch durch sorgfältig ausgearbeitete Choreografien mit den Clodettes aus. Im Verlauf des Jahrzehnts erweiterte François sein Spektrum hin zu orchestralerer Popmusik, die Balladen, tanzbare Refrains und Lieder mit schlichten Texten verband, häufig in Co‑Autorenschaft mit auf Varieté spezialisierten Textern und Komponisten. 1967 war er Mitautor von „Comme d’habitude“, dessen Melodie auf Englisch als „My Way“ adaptiert wurde, und gründete kurz darauf sein eigenes Label Flèche, was ihm mehr Kontrolle über seine Aufnahmen verlieh und ihm erlaubte, weitere Projekte zu produzieren. In den 1970er Jahren absolvierte François zahlreiche Tourneen, Studioaufnahmen und Fernsehauftritte; sein Sound integrierte Soul‑ und Disco‑Elemente, dokumentiert auf mehreren LPs und zahlreichen Singles, bis zu seinem Unfalltod 1978 in Paris. Er hinterließ eine umfangreiche Diskografie, die weiterhin neu aufgelegt wird.
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