Rabbitology

Hinter Rabbitology steht Nat Timmerman, eine Singer-Songwriterin mit Sitz in Michigan, geprägt von einer Kindheit in Ohio. Ihr Schreiben wurzelt in einer persönlichen Vorstellungswelt, genährt von Metaphern, kurzen Erzählungen und einer alternativen Folk-Sensibilität. Das Projekt Rabbitology entstand durch eine Reihe von Singles, die zwischen 2023 und 2024 veröffentlicht wurden, und mündete in ein erstes selbstproduziertes EP, das aus einem Studentenwohnheimzimmer heraus entstand. Dort entwickelt Timmerman eine Ästhetik, die sie dem sogenannten „midwestern gothic“ zuordnet: Banjo und Folk-Gitarren treffen auf elektronische Texturen, dezente Percussion und mitunter vom Hip-Hop inspirierte Rhythmen, getragen von einer klaren, häufig ätherischen Sopranstimme. Die Stücke von Rabbitology thematisieren Stagnation, Angst, Panikstörungen und das Gefühl, im eigenen Leben abwesend zu sein, aber auch weibliche Erfahrung, Dissoziation sowie Spannungen zwischen queerem Selbstverständnis und religiöser Erziehung. Oft nimmt der Song die Form einer düsteren Erzählung oder einer in das Fantastische verschobenen Erinnerung an, mit Gestalten wie Geistern, Doppelgängern und physischen oder symbolischen Verbindungen zwischen Körpern. Zwischen erzählerischem Folk, alternativer Popmusik und gedämpften Atmosphären schafft Rabbitology so eine intime musikalische Sprache, die sich auf die Inszenierung seelischer Zustände und innerer Landschaften konzentriert.

kommende Veranstaltungen 1