Chet Baker
Geboren in Yale, Oklahoma, im Jahr 1929 und später in Kalifornien aufgewachsen, etablierte sich Chet Baker zu Beginn der 1950er Jahre auf der Jazzszene der Westküste mit einem sanften, zurückhaltenden und melodischen Trompetenspiel, das dem Cool Jazz verbunden war. Nach Stationen bei Charlie Parker und Stan Getz fiel Baker besonders im pianolosen Quartetts von Gerry Mulligan auf, wo der Dialog zwischen Trompetenlinien und Baritonsaxofonlinien im Mittelpunkt stand, insbesondere bei 'My Funny Valentine'. Als Instrumentalist und Sänger entwickelte Baker zugleich eine leichte, fast flüsternde Stimme, die die intime Ästhetik seines Phrasierens fortsetzte. Seine Discographie der 1950er Jahre umfasst unter anderem Chet Baker Sings (1954), Chet (1959) und Chet Baker Is Back! (1962). Ab den 1960er Jahren pendelte seine Karriere zwischen Phasen hoher Aktivität und Unterbrechungen infolge persönlicher und rechtlicher Probleme, mit vielen Aufenthalten in Europa, insbesondere Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Baker verbrachte Zeit damit, Quartett- oder Quintett-Produktionen zu realisieren und nahm mit Musikern wie Enrico Pieranunzi, Philip Catherine, Jim Hall oder Paul Bley auf. Bis zu seinem Tod in Amsterdam im Jahr 1988 behielt Baker diesen nüchternen, singenden Klang bei, der an der Grenze zwischen kühlem Lyrismus, entspanntem Bebop und Jazzballade lag.
Kommende Veranstaltungen
Keine kommenden Veranstaltungen