Wyatt E.
Seit Anfang der 2010er‑Jahre erkundet Wyatt E. in Belgien einen dunklen, langsamen Doom, der von Verweisen auf den alten Nahen Osten und mesopotamische Bildwelten geprägt ist. Die Band arbeitet mit langen, instrumentalen oder fast instrumentalen Kompositionen und verbindet massive Riffs, wiederholende Basslinien und melodische Motive, die von traditioneller Musik des Levanten inspiriert sind, und schafft so ein schweres, hypnotisches Klima. Ein erster diskografischer Meilenstein ist die EP Mount Sinai / As We Walk in the Absence of Gods (2015), die Wyatt E.s Signatur auf der europäischen Doom‑ und Psychedelic‑Szene etablierte, gefolgt vom Album Exile to Beyn Neharot (2017), in dem die Strukturen gedehnter und narrativer wurden. 2022 vertieft das Album āl bēlūti dārû diesen Ansatz, indem es stärker atmosphärische Übergänge zwischen Ambient‑Flächen, langsamer Percussion und gesättigten Steigerungen ausarbeitet. Auf Club‑ und Festivalbühnen präsent, insbesondere in Post‑Metal‑ und Doom‑Zirkeln wie dem dunk!festival, bewegt sich Wyatt E. an der Schnittstelle von Doom, Post‑Rock und psychedelischer Musik und zeichnet sich durch den Einsatz orientalisch anmutender Modi und gedehnter Tempi aus.
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