Madsen
Im ländlichen Wendland in Niedersachsen formierte sich die deutsche Band Madsen Anfang der 2000er Jahre um die Brüder Sebastian, Johannes und Sascha Madsen. Nach gemeinsamen Erfahrungen in Punk- und Hardcore-Formationen stieß der Bassist Niko Maurer hinzu. Mit deutschsprachigen Texten und einem stärker zum Alternative-Rock tendierenden Sound fand Madsen seinen Platz in der deutschsprachigen Rockszene: das selbstbetitelte Debüt erschien 2005, gefolgt von Goodbye Logik (2006) und Frieden im Krieg (2008), die eine Mischung aus dominanten Gitarren, melodischen Refrains und punkiger Energie etablierten. Die folgenden Alben Labyrinth (2010), Wo es beginnt (2012) und Kompass (2015) führten diese Entwicklung zu einem Indie-Rock mit ausgeprägteren Pop-Strukturen weiter, behielten jedoch eine direkte rockige Basis. Mit Lichtjahre (2018), Na gut dann nicht (2020) und Hollywood (2023) verfeinerte Madsen einen Stil, der schnelle Stücke und introspektivere Lieder abwechselt; die Texte behandeln Alltag, Beziehungen, das Aufwachsen in der Provinz und gesellschaftliche Fragestellungen in einer einfachen, direkten Sprache. Auf der Bühne bewegt sich Madsen zwischen Clubs und großen deutschen Festivals wie Rock am Ring, Hurricane und Southside und hat sich dauerhaft in der deutschsprachigen Rocklandschaft etabliert, mit zahlreichen Tourneen im germanofonen Raum.
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