Anika
Zwischen Berlin und dem Vereinigten Königreich ansässig, entwickelt Anika ein Projekt an der Schnittstelle von Post‑Punk, Dub und experimenteller Popmusik, getragen von einer stark hervortretenden sprechsingenden Stimme und langsamen, oft minimalistischen Rhythmen. Bevor sie sich der Musik widmete, arbeitete Anika — geboren als Annika Henderson — als Politikjournalistin; diese Laufbahn prägt Texte, die von sozialer Beobachtung und knapper, direkter Sprache geprägt sind. Ihre Karriere nahm Anfang der 2010er Jahre Gestalt an, als sie mit Geoff Barrow und Mitgliedern von Beak> aufnahm und ein erstes, gleichnamiges Album veröffentlichte: Anika (2010) auf Invada und Stones Throw, auf dem Coverversionen und eigene Kompositionen in einer kalten, von Echos durchtränkten Ästhetik verarbeitet werden. Parallel zu ihrem Soloprojekt initiierte die Musikerin anschließend Exploded View, eine Band mit in Mexiko ansässigen Instrumentalisten, die 2016 ein Debütalbum und 2018 Obey veröffentlichte und diesen Ansatz zwischen langsamem Krautrock, klanglichen Experimenten und reduziertem Songwriting fortführte. Mit Change, erschienen 2021, fokussierte Anika ihre Soloarbeit stärker auf melodische Strukturen, behielt jedoch eine dunkle, repetitive Produktion bei. Auf der Bühne wie im Studio wechselt sie zwischen Konzerten mit Band, intimere Performances und DJ‑Auftritten und bewegt sich zwischen den unabhängigen Szenen Europas, Großbritanniens und Nordamerikas, wo sich Liebhaber elektronischer Musik, experimentellen Rocks und alternativen Songwritings treffen.
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