Carlos Vives

1961 in Santa Marta an der kolumbianischen Karibikküste geboren, wurde Carlos Vives zunächst in Bogotá als Telenovela-Schauspieler ausgebildet, bevor er parallel eine Laufbahn als spanischsprachiger Pop-Rock-Sänger entwickelte. Seine frühen Alben, von Por fuera y por dentro (1986) bis Al centro de la ciudad (1989), bewegten sich im romantischen Pop; anschließend wandte sich Vives mit der Fernsehserie Escalona dem traditionellen Repertoire zu und nahm die Lieder 1991 und 1992 auf. Mit Clásicos de la provincia (1993) und La tierra del olvido (1995) prägte er einen persönlichen Zugang zum Vallenato, indem er akustische Instrumente, karibische Rhythmen, Cumbia, Rock und Pop verband, was ihn auf Bühnen in Lateinamerika und den USA führte. Diesen Weg setzte er mit Tengo fe (1997), El amor de mi tierra (1999) und Déjame entrar (2001) fort und erforschte anschließend auf El rock de mi pueblo (2004) und Corazón profundo (2013) einen stärker elektrischen, urbaneren Sound. In den 2010er-Jahren erweiterten Kollaborationen mit Shakira und Marc Anthony sein internationales Publikum weiter, während die Alben Vives (2017) und Cumbiana (2020) seine Arbeit an den musikalischen Traditionen der kolumbianischen Karibikküste fortführten.

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