Extrabreit

Gegründet in Hagen (Westdeutschland) Ende der 1970er Jahre, setzte sich die Band Extrabreit in einer Zeit durch, in der britischer Punk und die Neue Deutsche Welle die deutschsprachige Szene neu definierten. Um den Sänger Kai Havaii und den Gitarristen Stefan Kleinkrieg herum entwickelte Extrabreit einen direkten Rocksound, geprägt von punkiger Energie, einfachen Melodien und meist ironischen, mitunter sozialkritischen oder städtischen deutschen Texten. Die Gruppe trat Anfang der 1980er Jahre mit Songs wie „Hurra, hurra, die Schule brennt“ und „Polizisten“ hervor und wurde oft der Neuen Deutschen Welle zugeordnet, behielt jedoch eine klare Ausrichtung auf Rock bei. Die frühen Alben, insbesondere Ihre größten Erfolge (1980) und Welch ein Land! – Was für Männer (1981), etablierten Extrabreit auf Club- und Hallenbühnen in Deutschland und Österreich, in einer Landschaft zwischen New-Wave-Pop und Punk-Erbe. Nach Besetzungswechseln und ruhigeren Phasen ab Mitte der 1980er Jahre formierte sich Extrabreit mehrfach neu, wechselte zwischen neuen Aufnahmen und Jubiläumstourneen und blieb kontinuierlich in der deutschsprachigen Rockszene präsent. Die Musik von Extrabreit ist nach wie vor mit einer scharfen Gitarrenästhetik, eingängigen Refrains und einem Songwriting verbunden, das mit den Codes des deutschen Schlagers spielt, ohne den Rahmen einer Rockband zu verlassen.

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