Camille
Geboren 1978 in Paris unter dem Namen Camille Dalmais hat Camille seit Anfang der 2000er-Jahre einen Werdegang aufgebaut, der sich zwischen französischer Chanson, Pop, Folk und vokaler Experimentierfreude bewegt. Nach Anfängen in den Pariser Jazzclubs und ihrem ersten Auftritt im Film Les Morsures de l’aube (2001) veröffentlichte sie 2002 Le Sac des filles. 2004 war sie am Projekt Nouvelle Vague beteiligt, das New-Wave-Klassiker in einer Bossa-Nova-Ästhetik neu interpretierte und sie zudem in einen kollektiven Kontext einband, bevor sie 2005 mit Le Fil zum Soloformat zurückkehrte — ein Album, das durch sparsame Arrangements und eine sehr ausgefeilte Stimmarbeit geprägt ist. Auf Music Hole (2008) erweiterte sie ihr Spektrum, wo englischsprachige Popmusik, Gospel, R&B und Körperpercussion aufeinandertreffen; mit Ilo Veyou (2011) und Ouï (2017) folgten zwei weitere Alben, die ihre Vorliebe für akustische Formen, Sprachspiele und rhythmische Konstruktionen fortführen. Parallel dazu komponiert und interpretiert sie für den Film: Le Festin für Ratatouille (2007), mehrere Lieder für Le Petit Prince (2015) und die Musik zu Emilia Pérez, gemeinsam mit Clément Ducol geschaffen und 2025 mit dem Oscar für den besten Originalsong ausgezeichnet.
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