Tragedy

Geboren in New York hat sich Tragedy seit den 2000er-Jahren ein Projekt musikalischer Umdeutung aufgebaut, das Disco-, Pop- und Soft-Rock-Klassiker in Heavy-Metal-Versionen verwandelt, in einem absichtlich theatralischen und parodistischen Register, das sich nicht auf Pastiche beschränkt. Die Band, unter Pseudonymen geführt und mit einer Bildsprache, die gleichermaßen Glam wie Hard Rock entlehnt, formt einen Sound, in dem massige Riffs, deutlich erkennbare Refrains und ein Sinn für Spektakel koexistieren mit dem festlichen Geist der Originalstücke. Tragedy machte sich zunächst auf der New Yorker Live-Bühne einen Namen, bevor sie ihr Publikum nach Europa und Nordamerika erweiterte, mit Auftritten bei Festivals wie Bloodstock, Summer Breeze, Motocultor, Foudrock, SXSW oder Rebellion. Zur Diskografie gehören unter anderem We Rock Sweet Balls and Can Do No Wrong (2006), Humbled by Our Greatness (2010), Dark Side of the Spoon (2015) und Disco Balls to the Wall (2018), die im Lauf der Jahre eine Formel zeigen, die zwischen Cover, Bühnenshow und codierter Metal-Ausführung verfeinert wurde. Tragedy reklamiert somit eine Ästhetik der Kollision zwischen Disco-Kultur und Hard-Rock-Codes, getragen von einer offensiven Vorliebe für Übermaß, mitsingbare Refrains und kräftige Arrangements.

Kommende Veranstaltungen 3

Vergangene Veranstaltungen 1