Aunty Rayzor

Als Rapperin und Sängerin mit Sitz in Lagos (Nigeria) entwickelt Aunty Rayzor ihr musikalisches Universum zwischen Hip‑Hop, elektronischer Musik und afro‑urbanen Traditionen. Nach ersten Schritten in familiären Kirchenchören behauptete sie sich auf der Rap‑Battle‑Szene von Lagos, wo ihr schneller, scharfer Vortrag ihr den Spitznamen Aunty Rayzor einbrachte und sie sich selbst als „Naija Thugress“ bezeichnete. Ihre Texte wechseln zwischen Pidgin, Yoruba und Englisch und werden von einem frontalen Flow getragen, der sich ebenso gut an sehr rhythmische Electro‑Produktionen wie an Afrohouse‑ oder Afrobeat‑Texturen anpasst. Zu Beginn der 2020er‑Jahre fiel Aunty Rayzor verstärkt mit dem Stück „Kuku Corona“ auf, einem Titel, der direkt mit der Pandemie in Nigeria verknüpft war; danach folgten zahlreiche Freestyles, Singles und Kollaborationen mit der experimentellen Clubszene Ostafrikas. Ab 2021 schloss sie sich dem ugandischen Kollektiv und Label Nyege Nyege in Kampala an, mit dem sie ihr Debütalbum „Viral Wreckage“ aufnahm, das 2023 veröffentlicht wurde und als radikale Erweiterung ihres Rap in härtere elektronische Gefilde gedacht ist.

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Mai 16