Alceu Valença

Geboren in São Bento do Una im Bundesstaat Pernambuco, wuchs Alceu Valença mit der ländlichen Musik Nordostbrasiliens auf, bevor er nach Recife zog, wo er Jura studierte und Ende der 1960er-Jahre bei Universitätsfestivals aufzutreten begann. Anschließend ließ er sich in Rio de Janeiro nieder, näherte sich der MPB‑Szene an und nahm 1972 das Gemeinschaftsalbum “Quadrafônico” zusammen mit Geraldo Azevedo, Teca Calazans und Naná Vasconcelos auf – sein Debüt auf Tonträger. Sein erstes Soloalbum, “Molhado de Suor” (1974), zeigt ein Songwriting, das in der populären Poesie des Nordostens wurzelt, sowie eine Mischung aus Forró, Frevo, Baião, Maracatu und Coco mit Elementen aus Rock, Psychedelik und Pop. In den 1980er‑Jahren festigten Alben wie “Coração Bobo” (1980), “Cinco Sentidos” (1981), “Anjo Avesso” (1983) und “Estação da Luz” (1985) diese hybride Ästhetik, die Karnevalsrhythmen, Balladen und elektrische Arrangements verbindet. Seit langem auf den Bühnen von Recife und Olinda präsent, insbesondere während des Karnevals, pflegte Alceu Valença parallel eine rege Tourtätigkeit in Brasilien und im Ausland und entwickelte ab den 1990er‑Jahren zahlreiche akustische Projekte in kleiner Besetzung, die sein Repertoire aus einer intimeren Perspektive neu beleuchten und fest in den traditionellen Formen des Nordostens verankert sind.

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Feb. 1, 2025