Janne Schra
Seit Mitte der 2000er Jahre ist Janne Schra in der niederländischen Musikszene aktiv. Zunächst machte sie sich als Sängerin der Band Room Eleven aus Lisse in den Niederlanden einen Namen, die auf zwei Studioalben akustischen Pop, leichten Jazz und Folk‑Nuancen verband, bevor sie sich trennte. Danach setzte sie ihre Arbeit unter dem Namen Schradinova fort — ein persönlicheres Projekt, in dem das Songwriting an Intimität gewann, während die jazz‑pop‑Basis erhalten blieb; daraus entstand unter anderem das Album „India Lima Oscar Victor Echo You“ (2010). Ab 2013 nahm sie unter ihrem eigenen Namen auf und entwickelte eine Ästhetik, in der Popsongs von Swing, Folk und mitunter Bossa‑ oder Kabarett‑Einflüssen durchzogen sind, etwa auf den Alben „Janne Schra“ (2013) und „PONZO“ (2015). Janne Schras Stimme steht oft im Vordergrund und ruht sich auf zurückhaltenden Arrangements aus, die mehr auf Gruppendynamik und Gesangsharmonien als auf Virtuosität setzen. Sowohl in kleineren, intimen Spielstätten als auch auf Festivals präsent, arbeitet sie regelmäßig mit anderen niederländischen Musikerinnen und Musikern aus Jazz, Pop und orchestraler Gestaltung zusammen, was ihr Schaffen in eine Landschaft einbettet, in der die Grenze zwischen Chanson, Jazz und Indie‑Pop bewusst durchlässig bleibt.