Marina Herlop
Geboren in Katalonien und in Barcelona ansässig entwickelt Marina Herlop eine Musik, die an der Schnittstelle von zeitgenössischem Klavier, Vokalkomposition und experimenteller Elektronik liegt. Ausgebildet in klassischer Musik nach Studien am Badalona-Konservatorium, veröffentlichte Marina Herlop zunächst Nanook im Jahr 2016, dann Babasha im Jahr 2018 — zwei Alben, die nach wie vor stark auf das Solo-Klavier fokussiert waren, in denen sich bereits rhythmische Abweichungen und weniger akademische Formen zeigen. Mit Pripyat im Jahr 2022, veröffentlicht bei PAN, nimmt ihr Schreiben eine deutlich elektronischere Wendung: Das Klavier bleibt präsent, mischt sich aber mit fragmentierten Perkussionen, Stimmenüberlagerungen und Arbeiten an phonetischen Silben, inspiriert insbesondere von der Karnatischen Musik. Nekkuja, veröffentlicht 2023, setzt diese Forschung in einem weiteren Format fort, in dem wiederholte Motive, harmonische Spannungen und das Spiel der vokalen Polyphonie eine zentrale Rolle spielen. Auf der Bühne präsentiert Marina Herlop diese Stücke in einer kollektiven Besetzung, in Verbindung mit den Kreisläufen experimenteller, elektronischer Musik und Klangkunstfestivals in Europa.