British Sea Power
Unter dem Namen British Sea Power bis 2021 formierte sich Sea Power in Reading, England, um die Brüder Yan und Hamilton Wilkinson; hinzu kam der Gitarrist Martin Noble, mit ausgeprägten Verbindungen nach Brighton und in die Grafschaft Cumbria, wo mehrere Mitglieder aufwuchsen. Von Beginn an entwickelte die Band eine Mischung aus Indie-Rock, Post-Punk-Revival und Post-Rock, geprägt von nervösen Gitarren, atmosphärischen Steigerungen und einer beständigen Vorliebe für Arrangements, die das Rockformat erweitern. Nach The Decline of British Sea Power (2003) verfeinerte British Sea Power sein Songwriting auf Open Season (2005) und Do You Like Rock Music? (2008), bevor die Diskographie zunehmend Filmmusik und Auftragsarbeiten aufnahm — unter anderem Man of Aran (2009), From the Sea to the Land Beyond (2013), Happiness (2014) und den Soundtrack zum Spiel Disco Elysium (2019). Die Besetzung wuchs im Lauf der Jahre um Phil Sumner und Abi Fry, deren Keyboards, Blechbläser und Streicher einerseits eine weite, andererseits eine brüchige Identität verliehen. British Sea Power pflegte außerdem eine eigenständige Bühnenpräsenz, oft an ungewöhnlichen Orten, zwischen Clubgigs, Festivals und bildbezogenen Performances. Seit der Umbenennung in Sea Power im Zuge der Veröffentlichung von Everything Was Forever (2022) verläuft die Geschichte der Band als Kontinuität, in der die Energie des Rock mit einem starken Gespür für Landschaft, Erzählung und Klangtextur verbunden bleibt.
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