Moor Mother

Geboren in Aberdeen, Maryland, und später in Philadelphia ansässig, entwickelt Camae Ayewa unter dem Namen Moor Mother ein Werk an der Schnittstelle von Poesie, experimenteller Musik, abstraktem Hip-Hop, Noise und Free Jazz. Anfang der 2010er Jahre in Philadelphias DIY- und Kunstszene aufgetaucht, formt Moor Mother eine Ausdrucksweise aus Spoken Word, abrasiven Klangcollagen, fragmentierten Rhythmen und industriellen Texturen, verbunden mit einer politischen Dimension, die sich auf die schwarze amerikanische Geschichte und Fragen des Gedächtnisses bezieht. Ihr erstes weithin bekanntes Album, Fetish Bones, erschien 2016, gefolgt von The Motionless Present 2017 und Analog Fluids of Sonic Black Holes 2019, die diese dichte, kantige Ästhetik fortsetzen. Parallel zu ihrem Soloprojekt beteiligt sich Moor Mother an mehreren kollektiven Projekten, darunter Black Quantum Futurism mit Rasheedah Phillips, das Free-Jazz-Quintett Irreversible Entanglements und 700 Bliss als Duo mit DJ Haram, in denen sich ihr Ansatz hin zu direkteren Formen zwischen Rap, Elektronik und Performance verschiebt. Zu ihrer jüngeren Diskografie gehören außerdem Circuit City (2020), Brass mit billy woods (2020), Black Encyclopedia of the Air (2021), Jazz Codes (2022), The Great Bailout (2024) und The Film mit Sumac (2025).

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