Beverly Glenn-Copeland

Geboren 1944 in Philadelphia, USA, und seit den 1960er-Jahren in Kanada ansässig, hat Beverly Glenn-Copeland einen ungewöhnlichen Werdegang als Musiker, Songwriter und Interpret entwickelt, der Folk, Jazz, Ambient und minimalistische elektronische Musik verbindet. An der McGill University in Montréal ausgebildet, trat Glenn-Copeland zuerst in der kanadischen Folkszene mit dem Album “Beverly Copeland” (1970) in Erscheinung, auf dem akustische Gitarre und vokale Harmonien auf jazzige Einflüsse treffen. Ab den 1980er-Jahren verlagerte sich sein Schaffen stärker auf Keyboards und Stimme; 1986 erschien die selbstveröffentlichte Kassette “Keyboard Fantasies”, die sanfte synthetische Texturen, repetitive Motive und eine von Natur und Spiritualität geprägte Kompositionsweise vereint. Gleichzeitig schrieb und spielte er Musik für den kanadischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, unter anderem für Kinderprogramme, was ihn zeitweise von Konzertaktivitäten entfernte. Durch die Wiederveröffentlichung von “Keyboard Fantasies” Mitte der 2010er wurde er neu entdeckt, trat wieder vermehrt in Europa und Nordamerika auf, und sein Werk wurde wieder zugänglich gemacht, etwa durch die Kompilation “Transmissions: The Music of Beverly Glenn-Copeland” (2020) und das Album “The Ones Ahead” (2023), die seine Erkundungen meditativem Gesangs, repetitiver Strukturen und folkgefärbter Melodien fortsetzen.

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