Brad Mehldau

Pianist und Komponist, 1970 in Jacksonville, Florida, geboren, ist Brad Mehldau eine prägende Figur der zeitgenössischen US‑Jazzszene. Er konzentriert sich seit frühen Jahren vor allem auf das Klaviertrio (Klavier‑Kontrabass‑Schlagzeug) und auf Soloprogramme. Nach Studien in New York und einem wichtigen Engagement im Quartett von Joshua Redman Anfang der 1990er Jahre rückte Mehldau mit seinen ersten Alben unter eigenem Namen ins Rampenlicht, insbesondere mit „Introducing Brad Mehldau“ (1995) und der Reihe „The Art of the Trio“ ab 1997. Sein langjähriges Trio — zunächst mit Larry Grenadier und Jorge Rossy, später mit Jeff Ballard — verbindet Standards, eigene Kompositionen und Bearbeitungen aktueller Rock‑ und Popsongs in einer post‑bop‑Sprache, in der kontrapunktische Satztechnik, melodischer Ausdruck und ein stark fragmentiertes rhythmisches Spiel ineinandergreifen. Parallel dazu hat Mehldau ein umfangreiches Solorepertoire für Klavier entwickelt und orchestriertere Projekte wie „Largo“ (2002), „Highway Rider“ (2010) oder „Finding Gabriel“ (2019) vorgelegt, dazu zahlreiche Kooperationen mit Musikern wie Pat Metheny, Chris Thile und dem Schlagzeuger Mark Guiliana im Duo Mehliana. Auf internationalen Bühnen präsent, wechselt er zwischen Clubauftritten, Hallentourneen und thematischen Aufnahmen — etwa „After Bach“ (2018), „Suite: April 2020“ (2020) oder „Your Mother Should Know: Brad Mehldau Plays The Beatles“ (2023) — und führt so seinen beständigen Dialog zwischen Jazz, klassischer Musik und dem anglo‑sächsischen Poprepertoire fort.

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