Born Ruffians
Gegründet in Midland (Ontario) eroberte das kanadische Trio Born Ruffians Mitte der 2000er-Jahre die Indie-Rock-Szene mit einem selbstbetitelten EP und einem anschließenden Umzug nach Toronto, wo die Band ins Netz lokaler DIY-Spielstätten und -Labels eingebunden wurde. Unter der Führung von Luke Lalonde (Gesang, Gitarre), Mitch Derosier (Bass) und Steve Hamelin (Schlagzeug) kombiniert ihre Musik kantige Gitarren, abgehackte Rhythmen, melodische Basslinien und eine helle Gesangstimme, oft begleitet von Backgroundchören und Ruf‑und‑Antwort‑Motiven. Die Songs, meist in direkten Pop‑Strukturen gehalten, behandeln häufig intime Beziehungen, das Leben in einer Kleinstadt und den Übergang von der Jugend ins Erwachsensein. Auf Red, Yellow & Blue (2008) folgten Say It (2010) und Birthmarks (2013), das einen Schritt zu detailreicheren Arrangements darstellt, ohne die rohe Energie der Anfänge zu verlieren. Diese Entwicklung setzte sich auf Ruff (2015) und Uncle, Duke & The Chief (2018) fort — Alben, die weiterhin unabhängig produziert wurden und stark auf die Bühne ausgerichtet sind — bevor Juice (2020) und Squeeze (2020) erschienen, zwei sich ergänzende Platten, die ihren Mix aus lebhaftem Rock, folkigen Einsprengseln und spannungsreicher Popmusik fortführen. Auf Tournee in Nordamerika und Europa bleibt Born Ruffians ein kompaktes Bandformat, das auf der Bühne gelegentlich erweitert wird, und verfolgt weiterhin ein unmittelbar wirkendes Songwriting mit markanten rhythmischen Strukturen.
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