Gzuz

In der Hamburger Rap-Szene verwurzelt, hat sich Gzuz innerhalb des Kollektivs 187 Strassenbande als prägende Figur des deutschsprachigen Gangsta-Rap etabliert. Geboren 1988 in der Hansestadt als Kristoffer Jonas Klauß, fiel Gzuz Ende der 2000er Jahre an der Seite von Bonez MC und den anderen 187-Mitgliedern auf, mit zahlreichen Freestyles, Straßenclips und Auftritten in deutschen Clubs. Die gemeinsame Veröffentlichung „High & Hungrig“ mit Bonez MC 2014, gefolgt von „High & Hungrig 2“ 2015, markierte einen wichtigen Meilenstein, bevor Gzuz solo mit „Ebbe & Flut“ (2015), „Wolke 7“ (2018) und „Gzuz“ (2020) an Profil gewann. Sein Stil zeichnet sich durch frontal vorgetragene, oft skandierte Raps aus, getragen von dunklen Produktionen mit Einflüssen aus Trap und Street Rap; die Texte behandeln häufig das Kiezleben, Konflikte, Illegalität und Partynächte. Haftaufenthalte prägen stellenweise seinen Werdegang, unterbrechen jedoch nicht die kollektive Dynamik der 187 Strassenbande, die ihn weiterhin in Kompilationen und auf Tour einbindet. Zwischen Gruppenaktivitäten und Soloarbeit bleibt Gzuz eng mit der visuellen und klanglichen Ästhetik der 187 verbunden: Straßenvideos, rohe Bildsprache und ein direkter Bezug zum Publikum der großen deutschen Städte.

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